Besenreiser
Was sind Besenreiser?
Viele Patienten finden es kosmetisch äußerst störend, wenn sie im Gesichtbereich
(Couperose), oder an den Oberschenkeln, in den Kniekehlen oder an den Innenseiten
der Unterschenkel zarte, rote oder bläuliche, flächenförmig verästelte
Äderchen entdecken, die volkstümlich unter dem Begriff „Besenreiser“ bekannt
sind. Der Name Besenreiser entstand, weil diese Äderchen in ihrer Form und
Art der Verzweigung den kleinen Ästchen ähneln, welche früher zu Kehrbesen
zusammengebunden wurde. Es handelt sich hierbei um kleine bis mittelgroße
Gefäße, die aufgrund ihrer Lage unter der Hautoberfläche sichtbar sind.
Besenreiser treten überwiegend bei Frauen auf, vielfach auch schon in jungen
Jahren und
werden durch die besondere Bindegewebestruktur der Frau begünstigt.
Couperose und Besenreiser sind wohl mit die häufigsten "Schönheitsfehler" bei
Mann und Frau. Ein zu schwaches Bindegewebe, extreme Temperaturschwankungen oder
Vererbung sind die Gründe für die sichtbaren Äderchen.
Behandlung der Besenreiser
Zur Behandlung der Besenreiservarikosis werden unterschiedliche Therapieansätze
gewählt z. B. Sklerosierungstherapie, Kryochirurgie, elektrische Stichelung,
Argonlaser usw. Sehr gute Ergebnisse erreicht man mit gepulsten Farblaser.
Wie funktioniert der Laser?
Der Laserstrahl ist ein energiereiches, gebündeltes Licht, welches direkt auf
die Haut gerichtet wird.
Aufgrund seiner Farbe (Wellenlänge) reagiert er nur mit der Gefäßveränderung
selbst, ohne das
umliegende Gewebe zu schädigen.
Der Trick dabei ist, Licht mit einer bestimmten Wellenlänge zu verwenden, da
unterschiedliche Moleküle ganz spezifisch bestimmte Wellenlängen absorbieren und
dementsprechend auch nur dort die Wärme entsteht. Oxyhämoglobin - also die
oxygenierte,
sauerstoffreiche Form des Hämoglobins - absorbiert am besten Licht mit den
Wellenlängen 410, 524 oder 577 nm und schwächer auch mit 980 nm. Der Laserstrahl
transportiert aufgrund seiner besonderen Eigenschaften eine große Energiemenge
(Hitze), die über sehr kurze Impulse (Lichtblitze) in das Gewebe abgegeben wird.
Dadurch ist die Erhitzung der Zielstruktur (z.B. Blutgefäß) sehr intensiv, so
dass es in sich schrumpft. Eine Erhitzung der Umgebung wird aufgrund der nur
sehr kurzen Einwirkzeit vermieden. Durch die selektive Lasertherapie mit Licht
ergeben sich kurze
Behandlungen und schnelle Heilungsprozesse mit ästhetisch sehr guten
Ergebnissen.
Die Behandlungszeit hängt von der Größe des zu behandelnden Areals oder der zu
entfernenden
Hautveränderung ab. Kleine Hautveränderungen sind innerhalb weniger Minuten
entfernt, größere
Areale - z.B. bei der Besenreiservarizenbehandlung erfordern einen höheren
Zeitaufwand.
Was kostet ein Therapie?